Blindenführhund Charly

Die Elo-Hündin "Charly" ist Anfang Oktober 2018 bei uns eingezogen. Mittlerweile hat sie ihre Gespannprüfung bestanden und ist ihrem Frauchen im Alltag eine große Hilfe.

Hier möchte ich etwas über den Alltag der Hündin erzählen.

 

 

 

Charlys erstes Jahr

 

Im November 2017 besuchte ich Charly zum ersten Mal. Damals war sie gerade ein paar Wochen alt und lebte noch zusammen mit ihren Wurfgeschwistern in Cadolzburg.

Zusammen mit Tanja Landshuter - Züchterin der Elos vom Bergkristall -

suchten wir den geeignetsten Welpen aus. Gar nicht so einfach...

Charly zeigte sich damals schon recht gelassen in unbekannten Situationen.

 

Charly durfte also zunächst bei ihren Züchtern bleiben. Tanja und Günther Landshuter, der auch als Hundetrainer tätig ist, bereiteten sie im ersten Jahr perfekt auf ihre spätere Aufgabe vor. Dort lernte sie alles, was ein zukünfitger Blindenführhund wissen muss. Sie lebte zusammen mit Kindern und Katze im Haushalt. Natürlich wurde sie regelmäßig mit in die Stadt genommen, damit sie auch im Gedränge und bei Lärm gelassen bleibt.

Auf Spaziergängen wurde auf einen perfekten Rückruf geachten, so dass sie auch ohne Leine in geeigneten Gebieten laufen kann.

 

Charly mit wenigen Wochen mit einem Teil ihrer Wufgeschwister und der Hundemama "Baica".

Links im Bild ist Charly mit wenigen Wochen zu sehen. Damals passte sie noch auf eine Hand.

 

Rechts im Bild ist Charly mit ca. 4 Monaten. Ihre Ohren haben sich bereits aufgestellt; ihre Nase ist noch schwarz/weiß gefleckt. Sie schaut interessiert in die Kamera.

Früh übt sich!

 

Auf dem Bild ist Charly mit ca. 7 Monaten auf einer Kirchweih zu sehen. Ihre Nase ist mittlerweile fast schwarz, sie trägt eine orangefarbene Kenndecke (Blindenführhund in Ausbildung) und schaut freundlich in die Kamera.

Im Oktober 2018 war es dann soweit.

 

Mit knapp einem Jahr durfte Charly von Cadolzburg nach Fürth ziehen.

Charlys Familie war natürlich etwas traurig, sie jetzt hergeben zu müssen. Auch Charly war am ersten Tag etwas aufgeregt in ihrer neuen Heimat.

Zunächst einmal bekam sie Zeit um sich einzuleben und langsam begannen wir mit der Arbeit im Führgeschirr.

Charly liebt den Schnüffelteppich und steckt ihre Nase tief in ihn hinein.

Hier liegt Charly mit Führgeschirr am U-Bahnhof.

Ende August 2019 wurde es dann nochmal aufregend. DIe Einarbeit mit ihrem neuen Frauchen begann. Zusammen erarbeiteten wir uns in 3 Wochen alle Strecken, die das Gespann benötigt, um den Alltag zu meistern. Schon nach kurzer Zeit fühlte Charly sich bei ihrem neuen Frauchen "pudelwohl".

Charly liegt nach einem harten Trainingstag in einem Cafe. An ihrem Blick erkennt man, dass sie ganz schön müde ist.

Training im Supermarkt.

Nur Assistenzhunde dürfen hier hinein.

Im November 2019 haben Saskia und Charly ihre Gespannprüfung bestanden. Die beiden sind mittlerweile ein eingespieltes Team.

Ich bin stolz, die beiden begleiten zu dürfen. Natürlich stehe ich ihnen ein Hundeleben lang mit Rat und Tat zur Seite.

 

Hier erzählt Saskia, wie Charly in ihr Leben trat:

 

Ein Elomädchen namens Charly und ihr Frauchen Saskia

Es war einmal… An einem kalten Tag Anfang Januar 2019…
Total aufgeregt laufe ich in der Wohnung herum und freue mich auf den Besuch von Svenja Bardeck, die doch tatsächlich eine Hündin bei sich hat, die gerade die Ausbildung zum Führhund absolviert.
Wie wird sie wohl sein? Ich weiß schon dass sie ein Elo ist, langes Fell hat und Fremden eher reserviert begegnet. Also ganz anders als der Labrador, der mich vorher begleitet hat…
 

Was soll ich sagen, sie kam, sie traf mich, sie siegte… Es war Liebe auf den ersten Blick zwischen uns beiden! Und dann gab es noch mehr Grund zur Freude, die Krankenkasse stimmte der Versorgung zu… Charly sollte also offiziell meine neue Blindenführhündin werden. Von da an traf Svenja mich regelmäßig, so dass die kleine Maus und ich schon miteinander warm werden konnten. Dabei gab es ein paar Hindernisse zu überwinden... Wie bringe ich diesen kleinen Sturkopf dazu ihre Aufmerksamkeit zu mir nach vorne zu richten, wenn die Trainerin hinter uns ist?! Dieses Problem löste sich dann glücklicherweise von ganz alleine, als die Maus ein parkendes Auto küsste, weil sie vor lauter nach hinten gucken keine Zeit mehr hatte das Gleiche auch nach vorne zu tun… mit der Zeit gelang es auch das Schneckentempo in ein gleichmäßiges Lauftempo zu steigern und wir haben uns immer mehr aneinander gewöhnt.
 
Im August 2019 war es dann endlich soweit! Charly durfte zu mir nach Bamberg ziehen. Wir trainierten viele Tage intensiv miteinander und Svenja war immer mit Rat und Tat zur Seite. Auch ich musste zuerst ein paar Ängste aus der vorherigen fehlgeschlagenen Versorgung loswerden. Glücklicherweise hat mein Hund ein so sonniges und freundliches Wesen, dass ich ihr schon nach kurzer Zeit voll vertrauen konnte.
Ab September 2019 waren wir dann soweit Bamberg ganz allein unsicher zu machen. Im November 2019 fand dann unsere Prüfung statt, wo Charly die Prüfer auch sogleich um ihre Pfote wickelte… Auch wenn ich, als Frauchen, sehr aufgeregt war konnten wir Überzeugen und haben direkt bestanden.


Das ist jetzt knapp anderthalb Jahre her. Wir sind inzwischen ein super Team, die Maus ist jeden Tag an meiner Seite und bringt so viel Freude in mein Leben, dass sie nicht mehr wegzudenken ist. Sie trägt die Sonne im Herzen, immer ein grinsen auf den Leftzen und den Schalk im Nacken. Sie ist eine tolle Hündin, die ihren Job mit wahnsinniger Begeisterung und absoluter Zuverlässigkeit macht.

Ich danke dir, liebe Svenja, dass du mir eine so wundervolle Hündin an die Seite gegeben, mir das Vertrauen geschenkt und an uns geglaubt hast!
Ich hoffe auf viele tolle Jahre und spannende Abenteuer!

Saskia & Charly

 

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